Vogelschuss "Steile Brise"

13.09.2009, 09:35 von Maren Pohl (Kommentare: 0)

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Am 13.06.2009 trafen sich 10 junge Männer zu ihrem 30.Vogelschuß. Leider fehlte unser lieber Stevie der seinen Sohn zu einem wichtigen Fußballspiel bringen mußte. Das Schießen begann wie immer. Stand aufbauen Vogel aufhängen, Reihenfolge auslosen.Nichts besonderes.

Hubert Scheffler, Zugführer und amtierender Zugkönig eröffnete das schießen mit einer feurigen Rede. Er bedankte sich bei allen für die Unterstützung des vergangenen Schützenjahres, für den schönen Grillabend bei ihm und Sandra zu Hause in Köln / Ronndorf. Danach begann das Schießen. Eben alles ganz normal.

Christian Schreiber kam ca. 30 min. später gerade von der Arbeit und konnte noch 15 Schuß nachschießen. Da der Vogel noch bombenfest hing. Plötzlich wackelte der Holzvogel zum ersten Mal. Man entschied sich von 5 auf 3 Schuß runter zu gehen. Nach einer Weile stieg Hubert als erster und ganz unerwartet aus. Auch Überredungen halfen nichts. Er blieb dabei. Es ging weiter. Nun ging es Schlag auf Schlag.

Als nächster stiegen Rainer Lambertz, Frank Baues und als letzter Marcus Schreiber aus. Es wurde immer spannender. Mittlerweile wurde die Schusszahl von 3 auf 2 gesenkt. Einen zum Vorbereiten, einen zum Abschuß. Die Spannung stieg ins unermessliche. Es herrschte eine Totenstille. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. Selbst der Schießleiter Marcus Schreiber wagte nicht mehr den nächsten Schützen aufzurufen. Diese Stille wurde nur von dem lauten Knall der Schüsse zerrissen.

Bei den verbliebenden 7 Mann dachte man so : schafft Martin es, der Erste König jetzt auch zum 30 jährigen? Briesi, das letzte Mal 2001. Ajax, schafft er das halbe Dutzend ? Mülli Jubiläums König zum 25 jährigen, jetzt auch ? Manni zum 4. ten Mal ? Pete und Christian noch nie. Alle kämpften verbissen um die Königswürde. Keiner wagte mehr zur Toilette zu gehen. Ja selbst das Atmen wurde zeitweise vergessen. Der Vogel wackelte bei jedem Schuß oder drehte sich von links nach rechts. Dann auf einmal schien er wieder so fest zu sein, das kein Schuß ihn lösen konnte. Der nächste Schuß brachte alles wieder durcheinander. Mann konnte hinschießen wo Mann wollte, nichts brachte den Holzvogel zu Fall. So ging es eine halbe Stunde lang. Dann auf einmal der erlösende Schuß. Der erste zum Vorbereiten, der zweite holte den Vogel von der Stange. Nach 26 Jahren und zum ersten mal schaffte es Christian Schreiber mit dem 461. Schuß. Da war die Freude riesig. Unter großem Hallo konnte Hubert das große und kleine Silber überreichen. Er beglückwünschte Christian zu diesem Goldenen Schuß und wünschte ihm alles Gute und ebenfalls so ein schönes Jahr wie er es hatte.

Der wahrscheinlich spannendste Vogelschuß in der Geschichte war vorbei. Anschließend zog die ganze Korona zu Martin und Andrea Heep und es wurde bei einem Bierchen und etwas gegrilltem noch bis in den frühen Morgen gefeiert.

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